Mittwoch, 19. Januar 2011

Day 2: Von Essen im Gehen und grinsenden Deans


Nach einer angenehmen Nacht im Queen Size Bed wurde ich von Sara um 8.25 am (sie wollte um 8.00 da sein) abgeholt und zum WCC gebracht. Dort machte ich Bekanntschaft mit 3 anderen neuen Studierenden (mehr sollten es diesmal nicht sein) und unseren zwei Mentoren Giancarlo und Mare. Am Tisch standen eine Tüte mit Bagel und Creamcheese zum selber-drauf-Streichen, sowie ein Papierkarton mit Kaffee. "Please feel free to take what you want", hieß es. Kaum hatte ich meinen Bagel bestrichen, begann die Campus-Tour. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als mein Frühstück im Gehen zu verzehren. Wir liefen von Dean's Office zu Dean's Office, schauten bei den Sekretärinnen und einigen Professoren vorbei, schüttelten mit der einen Hand die Hände der Deans, während wir in der anderen Hand unsere Riesen-Bagel hielten und ein schmatzendes "Hello, neisch to meet ou" herausbrachten. Die beiden Deans waren begeistert, uns Neuankömmlinge zu treffen und grinsten über beide Ohren, als sie von meiner Herkunft erfuhren. Sogleich sollten die ersten deutschen Wörter fallen, gefolgt von Reisegeschichten aus Europa.
Die amerikanische Freundlichkeit und Begeisterungsfähigkeit gefällt mir. Es wirkt alles sehr unbeschwert im positiven Sinne. Als Willkommensgeschenk erhielt ich einen weißen Plastic Bag mit einer roten Fleecedecke, einer Tafel Schokolade, einem $10-Gutschein für einen CD Store und einer Trinkflasche. Really cute!



Der Campus ist wunderschön und übersichtlich. Die vielen einzelnen Gebäude sind ein jedes für sich einzigartig und innen anders im Charakter. Hier eine Übersicht, auch zu finden auf www.rider.edu:


Und damit man einen Eindruck bekommt, wie das jetzt im Winter aussieht, habe ich ein paar Fotos gemacht. Die Williamson Hall ist Dean's Office und sagen wir "Studien- und Prüfungsabteilung", sowie das Hauptgebäude des Campus'.


Genau gegenüber befindet sich dieses Gebäude, die Bristol Hall, die einen wunderschönen Konzertsaal beherbergt.


Und zu ihrer Seite sieht man das Student Centre mit den Fenstern der Cafeteria im ersten Stock.

Am Abend des ersten Orientation Day's gingen wir das erste Mal ins Zentrum, um in der Nassau Street bei Zorbas Brother zu dinieren. Das erste, was in amerikanischen Restaurants auffällt, ist ein Schild im Eingangsbereich "Wait until you get seated". Man wartet also auf die Kellnerin/ den Kellner und wird zu einem Tisch geleitet. Dann bekamen wir die Speisekarte hin geklatscht, wurden nach Getränkewünschen gefragt und kurz darauf nach der Menüauswahl. Ich wählte ein Gericht, bestehend aus Tzatziki, gefüllten Weinblättern, Taramasalata und dachte, da könne ich soviel nicht falsch machen. Was dann allerdings am Teller antanzte, war eine Mischung derselben in einem Wrap, garniert mit einer halbierten Essiggurke und French Fries als Beigabe. Und dann musste es schnell gehen: Gabel oder am besten gleich Löffel in die rechte Hand und rein schaufeln.
Später Abends durfte ich erstmals American brewed beer verkosten: ein honey blonde in einem der angesagten Nachtclubs (oder besser gesagt Brauerei) Princetons, dem "Triumph". Zuvor wird man aber nach dem Ausweis gefragt. Der kleine rosa Zettel, den ich dem Kellner zeigte, faszinierte ihn dermaßen, dass er die Bestellung vergaß. Whatever, das Bier schmeckte lecker - gar nicht so bitter und fad, wie ich zuvor angenommen hatte. Und es war spannend zu hören, was Amerikaner von unserer Art Bier zu trinken glauben - nämlich, dass wir es lauwarm mögen, wie alle Getränke...

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