Dieser Tag begann wieder sehr bequem für mich. Ich wurde mit dem Auto zum Campus kutschiert. Tagesordnungspunkt Nummer 1: Breakfast for new students, von dem, wie sich bald herausstellte, niemand bescheid wusste. Alles, was sie uns in der Cafeteria in der Eile anbieten konnten, waren "cereals" - eine riesige Auswahl an Cornflakes und bunten, in Stern-, Kugel-, Polsterform etc. produzierten Frühstücks-Magenfüllern. Dazu gab es entweder low fat milk, less fat milk (2%), milk without any fat, milk with fat (I got crazy by choosing one of them) und schließlich chocolate milk.
Nach dem Frühstück begann die Kursauswahl - scheduling for classes, was einige Zeit in Anspruch nahm. Die Kurse finden, nicht wie bei uns nur einmal die Woche für eineinhalb Stunden statt, sondern gleich 2 bis 4 Mal die Woche für je eine oder eineinhalb Stunden. Viel mehr als fünf Kurse schafft man hier also nicht pro Semester.
Bald darauf gab es schon wieder Essen: diesmal Lunch - Tuscan Turkey mit karamelisierten Zwiebelringen in white bread, dazu wieder French Fries. Natürlich mit den Fingern zu essen. Ich merkte bald, dass ich den intensiven süßlich-würzigen Zwiebelgeruch nicht mehr von den Fingern bekam. Das sollte den ganzen Tag anhalten...
Nach dem Lunch machte ich mich auf zum Princeton Shoppingcentre, um dort ein amerikanisches Bankkonto zu eröffnen. Bei PNC wurde ich von einem Inder in die Welt des amerikanischen Bankwesens eingeführt und schließlich, als ich mich für ein Konto entschied, an Mr. Herbert Broadway, einen schwarzen Bankangestellten mit fantastischen Holländisch-Kenntnissen (soweit ich das beurteilen kann), die er sogleich auspackte, als er von meiner Herkunft erfuhr, verwiesen. Es wäre wohl zu perfekt gewesen, wenn das gleich geklappt hätte; allerdings benötigt man für das Eröffnen eines Kontos eine Telefonnummer, unter der man stets erreichbar ist. Ein Cell phone musste her...
Am späteren Nachmittag fuhren zum Lawrenceville Campus der Rider University in, wie der Name schon sagt, Lawrenceville (ca. 20 min. mit dem Auto). Der Campus ist riesig, beinhaltet ein Theater, eine große Sporthalle, ein Fitness Centre und vieles mehr. Wir wurden herumgeführt und bekamen nach der Tour gemeinsam mit den anderen Neuankömmlingen der Rider University ein Dinner. Und schließlich sah ich mein erstes College Basketball Game Rider University gegen eine auswärtige Mannschaft. Es war eine coole Erfahrung. Die Trainer, in feinen Anzügen, brüllten sich am Spielfeldrand die Seele aus dem Leib, die Cheerleader hüpften an der Seite aufgeregt herum und feuerten die Spieler mit ihren standardisierten Zurufen an, um in den Breaks schließlich ihre akrobatischen Kunststücke darzubieten.
Danach fuhren wir noch bei Walmart vorbei. I bought a cell phone - now I'm connected.
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